Das Dorf

Einwohnerzahl: 51

Moral (NPCs)gut

Vorräte: reichlich

Wetter: kühl, Ernte

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Die Miliz

Stärke: 3 Mann.

Moral (NPCs): zerbrochen

Ausrüstung: wird knapp

Zustand: unbrauchbar

Die Prüfungen der Götter

Morlana MPL hat den Beitrag am Sun at 22:42 veröffentlicht

Es war beschlossen. Rhorlak und Kynhild würden den Bund vor Shor´s Tränenfrau eingehen, und ihre tiefe Verbindung vor den Göttern besiegeln. Kynhild nahm die Worte Rhorlaks, den Bund gleich am nächsten Loredas zu schließen sehr ernst, und beschloss bereits am nächsten Tag damit zu beginnen, den Segen eines jeden Nordgottes für sie zu erbitten, um den Bund unter dem hellsten Stern zu schließen. Beide wussten nicht, was die Zukunft noch für sie bereit hielt, und wie sehr sie sich mit dem Zeitplan verschätzt hatten. Den ersten Segen erbaten sie von Kyne, und machten sich auf den Weg, um möglichst großes Wild zu jagen, um die Jagdgöttin zu erfreuen. Fjori sollte ihnen dabei eine große Hilfe sein, auch wenn seine erste Fährte sie nur zu einem Eichhörnchen, und nicht zu einem Wildschwein führte. Doch die zweite Fährte versprach mehr Erfolg. Auf einem grasbewachsenen, saftigen Hügel graste eine prächtige Hirschkuh, die noch nichts von ihrem Schicksal ahnte, als Rhorlak und Kynhild sich an sie heranpirschten, und sich Fjori hibbelig im Hintergrund hielt. Kynhilds Wurfspeer traf nicht, aber Rhorlaks Pfeil vermochte das edle Tier zu verletzen, und nach einer kurzen Treibjagt trugen sie es zu einer alten Lichtung - einem heiligen Ort, von dem es in Nordlegenden hieß, die Götter würden dort wohnen. Die schöne Hirschkuh wurde Kyne an diesem Abend zum Opfer dargeboten, und hauchte ihr Leben aus, um zwei anderen den Segen der Jagdgöttin zu gewähren. Rhorlak und Kynhild würden die Nacht auf der verzauberten Lichtung, in der sie die Zeichen der Götter mit Blut auf ihre Haut malten, während sie von einem Schneefuchs und einem Falken beobachtet wurden, nie vergessen. Sie verließen den Platz nach Einbruch der Dunkelheit mit einer weichen Feder, die aus dem Dickicht über ihnen herabgeschwebt war.

Der zweite Tag sollte Tsun zur Ehre gereichen, und seine Prüfung bestand darin, einen großen, robusten Schild als Zeichen der Treue auf einen hohen, schneeumtosten Gipfel tief im Gebirge von Ostmarsch zu platzieren. Kynhild wusste, dass es selbst für Verhältnisse der Nord bitterkalt werden würde, und bereitete ein passendes Bündel für die Reise vor, ehe sie sich mit den Pferden auf den Weg zum Fuß des Berges machten. Der Aufstieg war zunächst nur lang, und nicht sehr anstrengend, doch je mehr uralte Gewölbe und Treppen sie erklommen, desto unerbittlicher schlug das Wetter um, und beide sahen sich donnernden Böen und beißender Kälte an den Flanken des großen Berges ausgesetzt. Von den Steilwänden rutschte unaufhörlich feiner Pulverschnee, der ab und an Gesteinsbrocken mit sich trug, doch Rhorlak war unermüdlich, und schützte sie beide mit seinem stählernen Schildarm vor Schnee und Steinschlag, bis sie eine Brücke erreichten. Sie war vollkommen vereist, und urlalt. Wie marode sie tatsächlich war, stellte Rhorlak fest als das Holz unter seinem nicht unerheblichen Gewicht nachgab, drohte in die Tiefe zu stürzen, und unter den eisigen Wassern unter ihm zu versinken. Es kostete Kynhild alle Kraft und vollen Körpereinsatz, um Rhorlak vor seinem Schicksal zu bewahren, und sie brachten das tückische Konstrukt in aller Eile hinter sich, um das erste Ziel zu erreichen. In einer großen Halle der Urväter fanden sie eine vereiste Tafel mit einer Inschrift, wie einen Versreim und einen Schwur aufwies - allerdings nur die Hälfte davon, denn ein Teil fiel Rhorlaks Axt zum Opfer, der nicht die Geduld Kynhilds aufwies, und das Eis grob herunterbrach, statt es vorsichtig abzukratzen. Das alte Relikt dankte es ihm nicht, und ein Teil der Tafel fiel splitternd zu Boden. Hier hätten sie ihre Reise beenden und den Heimweg antreten können, doch Rhorlak gab sich nicht mit einem kleinen Segen zufrieden - er wollte den Gipfel erreichen, um den größtmöglichen Ruhm zu erlangen.

In einer alten Truhe fand Rhorlak einen Fellmantel, der so groß war, dass er den Berserker und Kynhild gleichsam bherbergen konnte, und geschützt durch die dicken Pelze, erklommen beide den Rest des Gipfels, um das Zeichen der Treue am Fuße eines Torbogens abzulegen. Als Rhorlak die Worte auf der Tafel sprach, schwand die bittere Kälte, und das beklemmende Gefühl, von dem das Paar so plötzlich erfasst wurde, als die die Stätte erreichten, und auch Kynhild wurde vom Grauen befreit, das sie darauf drängen ließ den sturmumtosten Gipfel so schnell sie konnten wieder zu verlassen. Doch statt zu gehen, nachdem Rhorlak den Schild abgelegt hatte, wurde seine Aufmerksamkeit von einem seltsam schimmernden Bild im Torbogen gefangen genommen, das erschien, als sie den Schwur gesprochen hatten, und den Segen Tsuns erbaten. Das Bild war wie die Spiegelung auf einer Seifenblase, und so sehr sich der Krieger auch bemühte, konnte er nicht mehr tun, als seine Hand durch die seltsam schimmernde Schicht zu schieben, als wäre ein Teil des Rätsels verloren gegangen. Rhorlak und Kynhild verließen den Gipfel, und machten sich auf den Weg nach Hause - auf einem weit ungefährlicheren Weg als jenen, den sie gekommen waren. Im großen Gutshaus wartete Lana auf die beiden - es war dort so warm wie nie zuvor.

Geleckte Wunden

Morlana MPL hat den Beitrag am Oct 28, 18 veröffentlicht

Rhorlak brachte Kynhild nach Hause, und sorgte dafür, dass man genügend Vorräte und Versorgungsgüter zu den Verwundeten in den Norden sandte, während die junge Nord beinahe bis zur Morgendämmerung wach lag, und nur Fjori an ihrer Seite hatte, um die Schatten der jünsten Vergangenheit in Schach zu halten. Als Rhorlak das Haus betrat, fand er Kynhild als völlig aufgelöstes Nervenbündel unter den Fellen am Kamin, und es brauchte eine seiner Geschichten, und seine behütende Umarmung, um Kynhild dazu zu bewegen etwas Schlaf zu finden - doch Rhorlak hatten diesen ebenfalls bitternötig, denn die Kämpfe der letzten Tage hatten deutlich an seinen Kräften gezehrt.

Die Heilung von Kynhilds Wunden erwies sich als schwierig, und Rhorlaks Nerven mussten einige Wirren durchstehen, bis der unfähige, zutiefst eingeschüchterte Bursche des Dorfheilers schließlich den Seher zum Gutshof führte, der etwas mehr dabei hatte als nur rare Kräuter und Pasten. Denn Rhorlak erbat das Wissen seines dritten Auges, und die Bilder die der alte Greis sah, als er das Blut Rhorlaks und sein Eigenes in die Flammen spuckte, mochten einen schalen Beigeschmack hinterlassen. Prophezeihungen und Botschaften der Götter sind stets nebulös und verworren, doch es war unverkennbar, dass auf dem Weg den Rhorlak und Kynhild gingen, einige Leben schwinden sollten, die dem Wortlaut nach nicht denen ihrer Feinde gehörten. Und ob ihre Seelen in dieser Welt getrennt werden würden, und einer auf den anderen in Sovngarde würde warten müssen, hing scheinbar von einem einzigen Moment - einer einzigen Entscheidung ab. Die Prohezeihung gab Rhorlak offenbar mehr Fragen als Antworten.

Harald war es, der sich um die weitere Versorgung von Kynhilds verwundeter Hand kümmern  würde, doch auch er hatte Sorgen, die ihm Kopfzerbrechen bereiteten. Er spürte etwas Seltsames, das sich im Hjornstein regte, und zum ersten Mal beschlich Kynhild das Gefühl, dass hinter den Geschichten doch etwas mehr als nur Altweibergewäsch steckte. Doch noch mehr Sorge bereitete ihr Lana´s Zustand, denn die verwundete Schildmaid verließ ihr Zimmer nicht mehr, seit die Gefährten im Dorf angekommen waren, und, dass Ulfgrim ihr Lana´s Rüstungen als Geschenk überreichte, weil sie die Gefährten verlassen wollte, machte die Sorge der jungen Thane nicht leichter, und ließ die eigentlich frohen Neuigkeiten die Harald für sie hatte schal wirken - Kynhild wurde seine Schwester - eine Gefährtin von Himmelsrand, und ihre Ausbildung würde richtig beginnen, sobald ihre Wunden verheilt waren.

Die Freude und der Stolz darüber, dass dieser lang gehegte Traum in Erfüllung gehen, und sie noch dazu vom Sohn Thorstein Rabenblicks selbst unterwiesen werden würde, mussten hinten an stehen - denn Lana brauchte Hilfe - auch wenn sie sie vordergründig nicht wollte. Kynhild konnte Lana nicht dazu überreden eine Gefährtin zu bleiben, denn die Wunden die ihr geschlagen wurden, waren einfach zu tief und beherrschend, und hatten die junge Frau vollkommen zerrüttet. Aber Lana ließ sich dazu überreden im Dorf zu bleiben, statt zu ihrer unliebsamen Familie nach Weißlauf zurückzukehren. Lana würde eine Stellung in der Thanehalle erhalten, und bis auf Weiteres bei Rhorlak und Kynhild auf dem Hof leben. Es war eine Lösung, die nicht nur Lana dabei helfen sollte sich wieder zu erholen, sondern auch die Schuldgefühle in Kynhild besänftigten konnte, die noch immer an ihr nagten, und das Vermächtnis der Bestie Splitterhorn darstellten.

Einer der nächsten Tage endete damit, dass Kynhild eine Ansprache im Dorf hielt, nachdem Harald sie zur Halle geleitet, und Borg sie wie ein Kind auf die Schultern nahm. So gern sie auch wollte - sie konnte sich nicht vor diesem Moment drückten. Sie verkündete, dass Harald Wolfsbann und seine Gefährten von nun an Quartier in Hjornstein beziehen würden, und es galt die Gefallenen und die Tapferen zu ehren, sich um die hinterbliebenen Familien zu kümmern und den Trauernden Trost zu spenden. Kynhild kannte einige Mittel, die in diesem Moment nicht nur dabei halfen Körper und Seele beieinander zu halten, sondern auch die grimmen Gemüter zu beruhigen - Alkohol und unmengen von Essen. Sie trank mit Harald, Runa, Angolf und Borg auf die Gefallenen, und zu guter letzt verschaffte sie Harald auch noch einen jungen Rekruten, der mit stolz geschwellter Brust von der Thane zum Anführer der Gefährten gesandt wurde, um sich eine Geschichte erzählen zu lassen, bevor er ihm einige Kniffe beibringen würde. Der jüngste Sohn des Holzfällers erlebte sicher den denkwürdigsten Moment seines bisherigen Lebens.

Rhorlak erfüllte Kynhild ihren Wunsch Lana auf dem Hof wohnen zu lassen, und sie verbrachten den folgenden Tag damit, das leerstehende Zimmer im Erdgeschoss auf Vordermann zu bringen, was für reichlich Schweiß und Hustenanfälle sorgte, denn es wurde seit Jahren nur als Rumpelkammer benutzt. Doch nachdem Rhorlak seine starken Arme und Kynhild ihren Blick für Schönes in Taten vereinigten, wurde aus der heruntergekommenen Kammer eine gemütliche Bleibe für Lana, die in den letzten Jahren bei den Gefährten unter sehr bescheidenen Verhältnissen gelebt hatte, bei der Privatsphäre ein wahres Luxusgut darstellte. Doch dieses Zimmer war nur für sie, und Rhorlak gab sich auf Kynhilds Bitte hin besonders viel Mühe, Lana einen Empfang zu bereiten, der seinem Ruf nicht gerecht wurde.

Wolfsbann und Lavendel - Die Hand des toten Mannes

Rhorlak Bluthand MPLA hat den Beitrag am Sep 22, 18 veröffentlicht

Die Schrecken, welche Kynhild und Lana in der Obhut des wahnsinnigen Splitterhorns und seiner Bande an räudigen Hunden erfahren mussten, würden als ein moderner Albtraum in die Geschichte von Hjornstein eingehen. Und die Wunden, die ihnen zugetragen wurden haben sich nicht nur in ihr Fleisch, sondern auch in deren Seele eingebrannt. Doch wo Schrecken ist, da schimmert auch die Hoffnung - und die Treue. Denn die Hjornsteiner und die Gefährten versammelten sich unter einem Banner, um ihre Thane und Schwester aus den Klauen des kannibalischen Banditen zu befreien, der so berüchtigt dafür war seine Opfer zu quälen. In seiner Verzweiflung wandt sich Ulfgrim Drachenklaue an die blutige Hand von Haafingar, den ehemaligen Gefährten, welcher dieser Gemeinschaft stets ein Dorn im Auge war. Doch wer wenn nicht er, würde die Miliz und die Huskarls versammeln, um seine geliebte Kynhild zu befreien?

Und als Harald Wolfsbann aus Weisslauf zurückkehrte, fanden sich Männer zusammen, vor denen sogar Splitterhorn und Seinesgleichen sich fürchteten. Und mit dieser geballten Macht machten sich die treuen, tapferen und furchtlosen Männer und Frauen von Hjornstein auf den Weg zum Unterschlupf dieses Abschaums. Ulfgrim mag an Gorm Mondstein gescheitert sein, doch die Dinge, die Rhorlak ihm antat, liessen die Worte aus seiner verräterischen Zunge purzeln - nicht, dass ihn das vor dem Tod bewahrt hätte ...

Im Lager vor dem Unterschlupf befestigten sich die Hjornsteiner unter der Führung der Gefährten - Rhorlak war bereit die Höhlen zu stürmen und jeden Gefolgsmann des berüchtigten Banditenanführers auf seinem blutigen Pfad der Rache zu zermalmen. Doch Wolfsbann konnte es dem wütenden Berserker ausreden und schlug stattdessen einen behutsameren Plan vor. Ein Plan, bei dem sich der legendäre Krieger alleine in die Höhle wagen würde, um die beiden Frauen zu retten - nun, nicht ganz alleine - Fjori würde ihn begleiten, denn er kannte den Geruch von Kynhild in und auswendig und konnte sie mit Leichtigkeit aufspüren.

So kam es, dass Harald mit einer gewitzten Verkleidung in den Unterschlupf vordrang und die geplagten Frauen erreichte, um sie aus diesem Albtraum zu befreien. Lana war nicht mehr fähig klar zu denken und ihre Kooperation liess zu wünschen übrig, denn sie hatte weder Kraft noch Verstand genug, um Harald bei der Flucht zu unterstützen. Doch wo sie scheiterte, half ihm die mutige Kynhild und befreite sogar ihre Zellengenossin aus ihrem Käfig. Mit Fjori und Harald schlichen sie sich gekonnt aus der Höhle und alles schien problemlos zu laufen, bis sie den Ausgang erreichten.

Dort warteten bereits geduldig Splitterhorns Wächter auf Flüchtige und die Verkleidung, welche Kynhild und Lana trugen, schienen den skeptischen Grimmzahn nicht zu überzeugen, welcher bereits viel Zeit mit den beiden Gefangenen verbracht hatte. Sie flogen auf .. und Lana und Kynhild hatten keine andere Wahl, als Harald zurückzulassen und alleine aus den Höhlen zu fliehen. Jeder andere Mann wäre bei so einer Überzahl gestorben - doch der gekonnte Kämpfer hielt mithilfe von Rhorlaks Wolf lange durch, so lange .. dass man ihn noch kämpfen sehen konnte, als die Beiden den Unterschlupf bereits verlassen hatten.

Auch draussen lagen bereits viele tote Körper der Banditen - doch dies war nicht etwa das Werk von Harald Wolfsbann, sondern von Rhorlak, welcher geduldig vor den Toren wartete und alles sterben liess, was sich über die Brücke wagte, die zum Lager der Hjornsteiner führte. Kriegsgezeichnet und blutig wütete er durch die Gegend und forderte die Banditen heraus, die sich hinter ihren Mauern versteckt hatten. Doch als seine geliebte Kynhild aus den Höhlen kam und in seine Richtung lief, schein all seine Wut zu endloser Erleichterung und zu purem Glück zu werden - und die Umarmung, in welche er das Mädchen nahm, zeugte von einer übernatürlichen Liebe, welche alles andere in den Schatten stellte.

Kynhild, Rhorlak, Borg, Angolf, Runa und die Miliz formten einen Stosstrupp, der die Feinde ein für alle Mal aus den Höhlen vertreiben sollte - und Harald und Fjori sassen immernoch da drinnen fest. Niemand dachte auch nur für einen Augenblick daran diesen Ort zu verlassen, bevor die Beiden in Sicherheit waren - ganz zu schweigen von Splitterhorn, welcher für seine Vergehen bestraft werden musste.

Die Truppe kämpfte sich mutig durch die vielen Verzweigungen der uralten, unterirdischen Ruinen und es fielen viele .. viele Hjornsteiner und noch viel mehr von Splitterhorns Schergen. Der robuste Schildwall der mutigen Krieger preschte wie ein gleissendes Licht durch die Dunkelheit und die Plünderer verloren ihren Mut - selbst als Splitterhorn selbst auftauchte und seine ganze Streitmacht auf den kleinen Trupp losschickte. Umkreist von unzähligen Kämpfern dieses Abschaums kämpften die Krieger weiter - mit blutigen Schwertern, zersplitterten Schilden, wunden Händen und schweiss auf ihren Körpern. Sie kämpften so hart und unerbitterlich, dass Kynhild und Angolf sich durch eine Öffnung in die Gemächer Splitterhorns drängen konnten. Nun würden sich Kynhild und Splitterhorn auf einer Augenhöhe treffen ..

Die Überheblichkeit des wahnsinniges Mannes war letztendlich sein Untergang - denn als er dachte, er könne die junge Thane mit seinen verdrehten und lügnerischen Worten bezirzen, kannte sie kein Erbarmen und stiess ihr Schwert direkt in das Herz ihres ehemaligen Entführers. Sie sah ihm in die Augen, während das Leben aus ihm herausdrang und der Boden mit seinem eigenen Blut getränkt wurde. Er starb wie er lebte - überheblich und desillusioniert. Das unterstrichen auch seine letzten Worte, welche lediglich "Fick dich" lauteten.

Zwar wurde Angolf von den Bolzen einiger versteckter Armbrustschützen durchbohrt, doch der Huskarl schütze seine Thane und sie schafften es Beide zu den Überbleibseln des Trupps zurückzukehren. Auch sie waren siegreich und die verbliebenen Banditen waren geflohen .. doch immernoch keine Spur von Harald und Fjori. Die letzten kampfähigen Krieger mussten noch tiefer in die Höhlen wandern ..

Tief in den Katakomben und zwischen den Ruinen einer vergangenen Zivilisation fanden Kynhild und Rhorlak die beiden verlorenen Seelen. Harald und Fjori waren von vielen Banditen umzingelt - doch diese Schergen gehörten nicht etwa zu Splitterhorn, denn jene waren geflohen, als sie vom Tod ihres Anführers hörten. Stattdessen war es der Elfenmagier, mit welchem Kynhild bereits bei der Belagerung des Gefährtenstützpunkts Bekanntschaft machen durfte. Seine süffisanten Worte versuchten Wolfsbann zu dummen Entscheidungen zu treiben und offenbar erhoffte sich der Altmer eine Übereinkunft, die ihn und seine Männer vor dem Tod bewahren würde. Selbst der Gefährte musste gut darüber nachdenken, denn die Macht eines geübten Magiers ist eine Sache, mit welche nur wenige Nord umgehen konnten .. jene Magie, gegen welche die Nord bereits seit Urzeiten kämpften, um sich nicht vor den Thalmor unterdrücken zu lassen.

Doch noch ehe Harald seinen Schritt in die Tat umsetzen konnte, stiess Kynhild bereits mutig vor und rannte mit erhobenem Schwert auf den Magier zu. Das Mädchen wurde von dem Donner, der auf sie gewirkt wurde überrascht und so wurde sie schnell ausser Gefecht gesetzt - die Narben, die diese mächtige Magie auf ihre Haut brannte, würde sie wohl ein Leben lang mit sich tragen. Doch eine verletzte Kynhild hat vielleicht einen postiven Effekt - sie führt zu einem sehr wütenden Rhorlak. Und ein wütender Rhorlak ist wie ein Stier, der nur noch rot vor seinen Augen sieht. Die Männer und Frauen die unter den Hieben seiner Axt zerteilt und von seinen Fäusten zerbrochen wurden, sahen mit Schrecken in ihren Tod und der Berserker wurde seinem Namen gerecht, als er den ohnmächtigen Körper seiner Kynhild schütze und dabei unzählige Banditen von seiner Wut zerstampft wurden. Letztens ereilte dann auch den Elfenmagier dasselbe Schicksal - denn während Fjori auf das Mädchen aufpasste, lenkte Harald den Altmer unbewusst ab und verschaffte Rhorlak so die Change ihn vom Rücken aus anzugreifen. Und als er den zaubernden Mann in die Finger bekam, wusste jener nicht mehr, wie ihm geschah .. denn seine wunden Fäuste schlugen so fest auf seinen Elfenschädel ein, dass er zerbrach und von der unheimlichen und von Wut geprägten Kraft seiner Arme geradezu pulversiert wurde. Es wurde still und die überlebenden Hjornsteiner sahen Rhorlak dabei zu, wie er den toten Körper des Elfen mit seinen Fäusten bearbeitete. Schreiend und mit einem wahnsinnigen Blick knacksten seine Knochen immer wieder, während sie unter den blutigen und zerrissenen Fäusten des Berserkers geschlagen wurden - es brauchte die Kraft eines Mannes wie Borg, um ihn endlich von dem leblosen Körper zu holen und zur Besinnung zu bringen. Doch Rhorlak interessierte sich nicht für die Hjornsteiner, oder sonst etwas .. er nahm sich nur seine Kynhild und liess alle zurück, um das Mädchen aus dieser Höhle zu tragen .. geschehe was wolle.

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